Stephane Leonard

Demons

26.9.–17.10.2026

Studio II

Vernissage:
26.9.2026 ⁄ 18 Uhr

In DEMONS öffnet Stephane Leonard die dunkle Seite der Bildräume, die in seiner letzten Serie ICONS bereits anklingen. Sprache zerfällt, Buchstaben werden zu Zeichen, Worte zu Kratzspuren – Fragment und Ritual zugleich, in Anlehnung an geheimnisvollen voces magicae.

Dämonen erscheinen hier nicht nur als mythische Gestalten, sondern überall dort, wo Sprache bricht: im Bild als deformierte Kreatur, in der Literatur als stotternder Text, in der Zeichnung als besessene Spur.

Leonards Arbeiten verknüpfen historische Visionen von Bosch, Goya und Munch mit modernen literarischen Fragmenten von Artaud, Beckett und Eliot – ein Blick in die Abgründe von Schrift, Zeichen und Bedeutung, eine Störung von Bedeutung.

Stephane Leonard, 1979 in Berlin geboren, lebt und arbeitet seit 2013 in Brandenburg. Nach einem Studium der Philosophie und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin setzte er seine künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Künste Bremen fort. Dort studierte er von 2002 bis 2008 Freie Kunst, unter anderem in der Meisterklasse von Prof. Paco Knöller.

Die intensive Auseinandersetzung mit Zeichnung, Film, Video und Klang während seiner Bremer Studienjahre prägte sein künstlerisches Profil nachhaltig. Neben seiner eigenen künstlerischen Praxis war Leonard Mitbegründer des Plastik Clubs, der von 2004 bis 2010 ein prägender Bestandteil der Bremer Kulturszene war, sowie des Labels und Verlags naivsuper.

Seit den 1990er-Jahren ist Leonard kontinuierlich künstlerisch tätig. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Brandenburgischen Kunstpreis für Malerei und Zeichnung.

www.stephaneleonard.net