FOUNTAINS

NORA LINA MERTEN
&
KATHLEEN PRACHT

POROUS

30.8.–19.9.2026

STUDIO II

Vernissage:
30.8.2026 ⁄ 15 Uhr

porous beschreibt einen Zustand der Durchlässigkeit. Eine Oberfläche, die nicht abschließt, sondern Spuren aufnimmt und weitergibt.

Die fotografischen Arbeiten nähern sich diesem Zustand auf metaphorische Weise. Sie sind tastend – in fragmentarischen Momentaufnahmen ebenso wie in bewusst konstruierten Situationen. Sichtbares und Verborgenes oder Natürliches und Artifizielles überlagern sich und erzeugen Bildräume, die weniger dokumentieren als andeuten. Fotografie wird hier zum Mittel der Annäherung an Zustände, die sich einer klaren Verortung entziehen.

Teilweise entstehen sie aus verschwommenen Kindheitserinnerungen, Gefühlen und inneren Bildern, deren Ursprung sich oft nicht mehr eindeutig bestimmen lässt. Es sind Motive, die sich unbewusst immer wieder in unsere Bildwelt einschreiben und unsere Wahrnehmung prägen. Die Arbeiten folgen diesen Spuren, ohne sie eindeutig aufzulösen oder zu erklären.

Sie laden dazu ein, Lücken zuzulassen und das Eigene zwischen den Bildern zu entdecken. porous versteht Erinnerung nicht als Archiv, sondern als lebendigen Prozess.

„Fountains“ ist eine Kollaboration der Fotografinnen Nora Lina Merten und Kathleen Pracht. Ihre Zusammenarbeit entwickelte sich während ihres Studiums der Fotografie am Lette-Verein Berlin (2015–2018), wo sie eine Gemeinsamkeit in ihrer bildlichen Sprache entdeckten: das Interesse an der poetischen Dimension der Welt – im permanenten Wandel.

Beide Künstlerinnen richten ihren Blick hauptsächlich auf gefundene und inszenierte Stillleben und setzen dabei ihre Fotografien in den Dialog. In ihren Arbeiten untersuchen sie Spannungsfelder zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit und machen Bewegungen, Transformationen und Prozesse innerhalb der sie umgebenen Welt sichtbar.

Nora Lina Merten

*1990 in Berlin, lebt und arbeitet u. a. als freie Fotografin in Berlin. Nora Lina Merten liefert in ihren Bildern Zustandsbeschreibungen jenseits der Oberfäche. Wollte man ihre Bilder in eine Dichtung transformieren, so hätte man lyrisch komplexe Zeilen, deren Ausklang jeweils reimlos und brachial vor dem nächsten Vers enden. Wie Mosaikstücke von etwas Zerschlagenem, das einst in seiner Ganzheit vollkommen war. Ihre Arbeiten zeigen eine phantastische Reise, welche die Fotografin an Orte führte, die es so nur in ihren Bildern gibt.

Instagram @noralinamerten / @fount.ains

Kathleen Pracht

*1988 in Köln, lebt und arbeitet als Freie Fotografin in Berlin. Kathleen Pracht ist fasziniert von der Verbindung natürlicher und künstlicher Elemente im Bild. Für ihre Stillleben inszeniert sie unterschiedlichste, häufig gefundene Gegenstände und Materialien im Innen- und Außenraum. Das Thema ihrer Arbeit greift die durch menschliche Einflüsse immer künstlicher werdender Umwelt auf.

kathleenpracht.com

Instagram @kathleenpracht / @foun.tains